Umwelttipps - Umgang mit Wasser in Hof und Garten
Auto waschen
Das Auto gelegentlich mit der Hand aus dem Eimer oder aus dem Wasserschlauch zu waschen verbraucht zwar nicht all zu viel Wasser, kann aber dennoch die Umwelt nachhaltig belasten. Mit dem Waschwasser und Reinigungsmitteln werden u.a. Öle, Fette, Teer, Ruß und Schwermetallstäube abgewaschen und in den Untergrund bzw. die Kanalisation geleitet. Autowaschen ist auf öffentlichem Grund meistens verboten und auf Privatgrund nicht empfehlenswert. Allein schon aus Gründen des Gewässerschutzes sollten Sie Ihr Auto in einer Waschanlage mit Waschwasserwiederverwendung waschen lassen. Achten Sie dabei auf das Umweltzeichen "Blauer Engel"!
Gehwege und Stellflächen
Befestigte Flächen, wie zum Beispiel private Gehwege, Abstellflächen oder Stellplätze können mit durchlässigen Belägen gestaltet werden.
Folgende Vorteile ergeben sich aus der Durchlässigkeit dieser Flächen:
- Regenwasser kann naturnah versickern und verdunsten
- Neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere wird geschaffen
- Das Kleinklima wird verbessert
- Zusätzliche Grünflächen verschönern das Grundstück
- Gebühren für die Niederschlagswasserableitung, die heute vielerorts erhoben werden, können eingespart werden
- Bei dieser Gestaltung der Oberfläche erübrigen sich die Tausalzstreuung im Winter und auch chemische Unkrautvernichter, die hier ohnehin verboten sind
- Überflüssig ist auch das Sauberhalten der Flächen mit wasserintensiven Hochdruckreinigern
Beispiele für geeignete Flächen zur Entsiegelung bisher undurchlässiger Flächen:
- nicht mehr erforderliche Stellflächen, Parkplätze oder Wege
- zu breite Wege
- Teile vollständig versiegelter Hofflächen
- befestigte und versiegelte Vorgartenflächen
Spartipp
- Fragen Sie Ihre Gemeinde, ob und wie Sie Gebühren bei der Ableitung von Niederschlagswasser einsparen können. Das gilt insbesondere bei der Ableitung unverschmutzten Regenwassers von Dächern.
Verdunstung
Eine weitgehende Verdunstung von Regenwasser unterstützt den natürlichen Wasserkreislauf und mindert die Mengen, die gesammelt, versickert oder abgeleitet werden müssen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Abfluss verzögert und das Wasser so lange wie möglich an der Oberfläche gehalten werden. Ein Beispiel zur Umsetzung dieses Zieles ist das Begrünen von Dächern oder Fassaden.
Durch eine Begrünung wird eine
- Verbesserung des Kleinklimas und der Wohnqualität sowie eine
- Minderung der Ablaufmengen erreicht
Der Weg von Niederschlagswasser
Garten gießen
Auch wenn der Wasserverbrauch für das Garten gießen nur wenige Prozent des Gesamtverbrauches beträgt, so verursacht er an warmen Sommerabenden in Siedlungsgebieten sehr hohe Verbrauchsspitzen, die das Wasserwerk abdecken muss. Außerdem ist Trinkwasser dafür viel zu schade.
- Sammeln Sie unverschmutztes Regenwasser von (Dach- und Balkon-) flächen in einer (tiefer gestellten) Regentonne und gießen Sie damit den Garten
- Rasen und Gemüsebeete nur am Morgen oder am Abend bedarfsgerecht gießen
- Rasen verträgt auch Trockenperioden, er erholt sich sehr rasch wieder
- Rasen und Gemüsebeete nicht überdüngen und möglichst natürliche Schädlingsbekämpfung anstatt chemischer Mittel einsetzen
Hausbrunnen
Die Wasserentnahme in geringem Umfang aus einem Hausbrunnen fällt wasserrechtlich unter den sog. Gemeingebrauch und ist genehmigungsfrei, auch das Gießen des Hausgartens. Die Brunnenbohrung müssen Sie jedoch mindestens vier Wochen vorher bei Ihrer Kreisverwaltungsbehörde anzeigen. Wollen Sie aber das Hausbrunnenwasser z.B. zur Toilettenspülung verwenden, dann müssen Sie bei Ihrem Wasserversorgungsunternehmen satzungsgemäß Antrag auf (Teil-)Befreiung stellen. Die Adresse finden Sie in Ihrer Wasser-Jahresabrechnung.
Zum Thema Hausbrunnen berät Sie gerne Ihr Wasserwirtschaftsamt.
Schwimmbecken und Gartendusche
- Wasser im Schwimmbecken möglichst nicht an heißen Tagen und in den Abendstunden austauschen oder nachfüllen, um Verbrauchsspitzen in der Wasserversorgung zu vermeiden
- Ein ausgelegter gefüllter Gartenschlauch mit angestecktem Brausekopf ist eine billige Gartendusche.
Aber Vorsicht: Kinder sollten wegen der Verkeimungsgefahr kein Wasser aus dem Schlauch trinken!
