Wasserwirtschaftsamt
Traunstein

Grundwasserstand

Datengewinnung:

Die Grundwasserstände werden gemessen, um Flurabstände und das Schwankungsverhalten der Grundwasseroberfläche zu ermitteln. Sofern diese Informationen für mehrere Grundwassermessstellen vorliegen, können daraus Rückschlüsse auf Grundwasservorräte, die Grundwasserneubildung und die Grundwasserfließrichtung gezogen werden. Die Wasserwirtschaftsverwaltung betreibt hierzu gegenwärtig rund 2.000 staatliche Messstellen im Grundnetz, in Verdichtungsnetzen und in staatlichen Sondernetzen. Das Grundnetz erfasst alle überregional bedeutenden Grundwasserleiter Bayerns und sieht eine Dauerbeobachtung der anthropogen weitgehend unbeeinflussten Grundwasserstände vor, die in der Regel primär durch das Niederschlagsgeschehen verändert sind. Das Grundnetz ist als weitmaschigen Messnetz mit einer Messstellendichte von einer Messstelle auf 140 km2 ausgelegt.

Die Messstellen werden im Normalfall gebohrt und mit PVC-Rohren von 125 mm Durchmesser ausgebaut. Die meisten Messstellen haben eine Tiefe bis zu 30 m, erreichen aber relativ häufig Tiefen bis über 150 m. Die Grundwasserstände werden in der Regel mit elektronischen Datensammlern kontinuierlich aufgezeichnet. In einzelnen Fälle werden die Grundwasserstände wöchentlich von Hand gemessen bzw. mit teilweise noch mit Schreibgeräten kontinuierlich aufgezeichnet.

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